Um die Funktionalität dieser Internetseite sicherzustellen werden Cookies verwenden! Mit der Nutzung dieser Seite stimmen Sie dem Ausdrücklich zu!

Über den Tod und danach - Ein Gespräch

joomplu:195Na, jemand zu Hause?

Oh ja, ich freu mich. Komm setz dich zu mir.

Das mach ich gerne, wenn ich dich nicht störe.

Nein, du kannst mich gar nicht stören. Im Gegenteil, du kommst gerade wie gerufen. Stell dir vor mich erreichte ein verzweifelter Hilferuf. Jetzt weiß ich nicht wie ich da tröstend helfen kann. Sätze die man als Freund sprechen kann sind manchmal so wenig hilfreich.

(sieht mich fragend an)

(>>Video)

Ich lese dir mal vor:
„Hallo Regine, ich mag deine Engelwelten Seite sehr. Ich schaue gerne bei dir rein. Du bist so eine liebevolle Frau. Vieles was du erklärst ist so einleuchtend und hilfreich. Deine Worte klar und deutlich. Nicht so über alles erhaben. Es gefällt mir wie du sprichst und schreibst. Du zeigst uns allen, dass du hilfreich zur Seite stehst doch du bist nicht überheblich oder über andere erhaben. Du erzählst immer auch ein wenig über dich selbst und gibst dich nicht als überwissende Esoterikerin.

Ich schreibe dir heute weil ich ein sehr großes Problem habe. Ein Freund den ich sehr geliebt habe ist vor kurzem verstorben. Der Tod, die Umstände bereiten mir unglaubliche Probleme. Er hatte einen Unfall mit anschliessender Notoperation die sehr gut verlaufen ist. Er war bereits am Weg der Besserung, hat für sein Leben gekämpft doch dann erlitt er eine Lungenembolie und die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Ich saß damals bei ihm am Krankenbett, als er plötzlich keine Luft mehr bekam, die Überwachungsgeräte wie wild zu schrillen anfingen. Seither sehe ich ständig dieses Bild vor Augen.

Ich vermisse ihn so sehr. Ich frage mich ständig nach dem Warum. Muss man Angst haben vor dem Sterben? Ich habe seither riesige Angst auch wenn mein Freund einen friedlichen Gesichtsausdruck hatte. Gibt es so etwas wie ein Leben nach dem Tod? Kannst du mir helfen diese Bild aus meinem Kopf zu bekommen? Hältst du mich für doof, wenn ich dir schreibe, dass ich oft das Gefühl habe mein Freund wäre hier, auch wenn das ja nicht sein kann, weil er ja bereits beerdigt ist und ich genau weiß, dass er gestorben ist?

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen wie du sich die Zeit nehmen um anderen zu helfen oder ihnen bei zu stehen. Dafür möchte ich mich auch bedanken. Deine M.“

Nun bin ich mehr oder weniger dabei zu Antworten, doch ich lösche ständig den Text weil ich meine Worte nicht angemessen finde. Aber vielleicht kannst du mir ja ein wenig helfen. Mit dir gemeinsam finde ich ja oft mal die richtigen Worte.

Das wird wohl ein interessantes Gespräch zwischen uns beiden. Ich helfe dir gerne, doch bevor ich etwas dazu sage, würde ich gerne wissen wie du ihr gerne antworten würdest. Du hast ja nicht umsonst alles immer wieder gelöscht.

Na ja, ich hab gelöscht weil ich nicht möchte dass sie das liest und weint. Egal wie ich es aus zu drücken versuche ich befürchte es kommen Tränen. Und das Menschen weinen, weil ich ihnen was schreibe, möchte ich nicht. Auch tu ich mir schwer es verständlich zu machen.

Kann es sein, dass du im Moment zu viel denkst? (zwinkert) Warum schreibst du es nicht wie du es fühlst. Ich bin mir sicher du kannst das.

Hmmmm.

Komm ich helfe dir. Fangen wir ganz normal bei der ersten Frage an. Muss man Angst haben vor dem sterben? Was meinst du?

Nein, absolut nicht. Zumindest empfinde ich das so. Ich glaube sterben ist einfach zu erklären wie eine Geburt. Wir gehen einfach eine Stufe weiter. Oder wieder nach Hause. Einzig unser Gewand (der Körper) wird ausgetauscht. Das was wir sind, was uns ausmacht, also unsere Seele, von mir aus auch unser Geist, bleibt erhalten. Und als Seele gehen wir weiter. Angst haben ist da, so glaube ich völlig unbegründet. Schliesslich haben wir ja auch keine Angst vor der Geburt.

Ob man das so jetzt vergleichen kann und ob sich das jeder vorstellen kann weiß ich nicht. Deshalb bin ich mir da eben nicht sicher ob diese Erklärung reicht.

Das reicht sicher. (zwinkert) Was meinst du, wie kannst du ihr diese Angst erklärender Weise noch nehmen?

Also ich würde jetzt noch zusätzlich den friedlichen Gesichtsausdruck erklären versuchen.

Ich bitte darum.

Ich war schon oft dabei wenn Menschen gestorben sind. Ja, manche hatten starke schmerzen weil sie schwer erkrankt waren und ihr Körper weh tat. Doch im Augenblick des Sterbens selbst, waren alle mit einem friedlichen Gesichtsausdruck gesegnet. Ich denke, dass ist genau der Moment wo die Seele den Körper verlässt und Frieden entsteht. Keine Schmerzen mehr, kein Kampf mehr.

Wenn man mit Menschen spricht die Nahtoderfahrungen hinter sich gebracht haben sagen sie das auch alle genauso. Es wurde friedlich und der Körper tat nicht mehr weh. Sie fühlten sich frei. Ich weiß, dass Wissenschaftler meinen diese Erfahrungen wären ein Schutz des Gehirns. Doch ich sehe es anders.

Und warum siehst du es anders? Warum bist du dir da so sicher, dass es keine Schutzfunktion ist?

Oh, ok jetzt wird es persönlich.

(lacht) Ja, Regine. Je persönlicher du schreibst desto mehr erreichst du dein Gegenüber. Du weißt das selbst. Nur manchmal möchtest du dich gerne raus nehmen. Das ist jedoch so nicht immer möglich. Deshalb kann ich dich immer wieder nur ermutigen ganz ohne Zweifel an dir selbst einfach zu sagen oder zu schreiben wie du fühlst.

Gut, dann will ich mal versuchen es persönlich zu gestalten. Ich bin mir deshalb so sicher weil auch ich so empfunden habe als ich für ein paar Minuten in die nächste Ebene ziehen durfte. Ich hatte vorher Angst, weil um mich alle hektisch waren. Ich hatte Angst um mich und um mein Kind. Es war eine sehr Risikobehaftete Geburt.

Doch dann hörte ich mein Kind schreien, alles verlief sich, trotz der Hektik und Panik um mich rum konnte ich den Frieden spüren. Mir ging es gut, ich fühlte mich frei und ich erinnere mich gut daran dass ich kein Problem hatte los zu lassen. Ich weiß von den Ärzten, das sich drei Minuten weg war und man mich zurückgeholt hatte. Mir kam es vor als wäre es nur ein Hauch einer Sekunde gewesen. Ich habe keine Angst mehr weil ich weiß es wird alles gut. Es ist gut und nichts ist verloren.

Auch wenn es eine Schutzfunktion sein sollte, dann ist es eine schöne.

Und was sagst du zu der Frage ob es ein Leben nach dem Tod gibt?

Ich drücke es so aus, es gibt ein Leben nach dem Leben, ebenso wie es ein Leben vor dem Leben gibt. Geburt und Tod sind für mich irgendwie einfach zwei Stufen die dazugehören.

Versuch es leichter zu erklären. Gib ein Beispiel. Da ist eines in deinem Kopf da bin ich mir sicher. Sag es mit einem kleinen kurzen Beispiel. Ich weiß ja das es für alle so unvorstellbar ist weil sie nicht sehen können. Die Menschen sagen ja immer das gibt es nicht denn wenn es so wäre dann könnten wir unsere Seelen ja sehen.

Ok, ich versuche es. Da du gerade da bist bitte ich dich mir zu helfen und mir immer zu antworten.

Das mach ich gerne.

Wir sitzen jetzt hier in einem Raum, richtig?

Ja!

Du kannst mich also gut sehen und ich dich auch, richtig?

Ja!

Wenn ich durch die Tür in einen anderen Raum gehe, siehst du mich dann noch?

Nein.

Aber ich bin trotzdem noch hier oder?

Ja.

Der Tod ist für mich ebenso zu erklären. Die Seelen verlassen den Körper, gehen durch ein Tor oder  eine Tür in einen anderen Raum. Man muss sie nicht sehen, doch sie sind immer da. Manchmal hat man das Gefühl man spürt jemanden der verstorben ist. Man erinnert sich ganz intensiv, denkt was derjenige gesagt hätte. Ich sage wenn man so ein empfinden hat dann ist die Seele wirklich da doch durch die Trennung des Raums kann man sich eben nicht sehen.

Das ist ein schönes Beispiel. Siehst du, jetzt hast du es richtig vorstellbar erklärt. Ja, genauso erreichst du Menschen. Und jetzt fehlt nur noch das Warum es manchmal tragisch (Unfall) und manchmal natürlich (Krankheit, Alter usw.) ist. Wie erklärst du das normal in deinen Vorträgen?

Also ich erkläre es immer so. Wir kommen hierher und bevor wir das tun schliessen wir Verträge ab. Wir treffen Menschen nicht einfach nur so, sondern wir treffen immer nur Menschen die mit uns in irgendeiner Verbindung stehen. Dazu lese ich gerne die Geschichte von Neal Donald Walsh  „Ich bin das Licht - eine kleine Seele spricht mit Gott“ vor und ich empfehle immer das Buch „die Reise nach Hause“ von Kryon zu lesen. (Autor Lee Carol) Besser und verständlicher kann ich es nicht mehr in Worte fassen.

Also ich finde du hast es gut gemacht. Und nun solltest du alles das in deine Antwort hineinschreiben. Ach und was ich dir noch sagen will, hab keine Angst vor den Tränen der Menschen. Tränen sind etwas befreiendes, heilsames. Weinen zu können ist etwas Gutes. Du tust ihnen nicht weh, du hilfst ihnen damit. Menschen die ihren Tränen freien lauf lassen können, werden weich. Und diese Weichheit macht sie offen. Offen auch für das unvorstellbare, unsichtbare. Sie werden empfänglich für Gefühle und das Fühlen an sich. Es ist gut Fühlen zu können. (zwinkert)

Jetzt kommen mir die Tränen. Danke für deine Worte, deine Hilfe und dafür, dass du für mich da bist. Schön, dass es dich gibt.

(lächelt) Weine nur (zwinkert) du bist der weichste Mensch den ich kenne. Auch wenn du immer stark sein willst. Deine Wärme, dein Fühlen zeichnen dich aus. Du bist wie du bist und genauso bist du richtig.

Ich umarme dich. Und kann nur Dito sagen. Dich hätte ich gerne früher kennen gelernt.

(zwinkert und lacht)Alles immer zu seiner Zeit.


Video